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"Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte,
brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen."
Lewis W. Hine(1874-1940)

Wernigerode (Harz) um 1905 
(Sammlung Rohde-Enslin [#000975])

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Konvolut Wölbing/van Dyck im Historischen Museum der Stadt Bielefeld

[Kennziffern]

Gesamtzahl101.800
"Material"
    Papierabzüge?
    Filmnegative?
    Glasnegative?
    Filmdias?
    Glasdias?
"Zeiten"
    <1901?
    1901-1944?
    >1944?
"Digitalisiert"
    Anzahl?
    Zugänglich?


"Konvolut Wölbing/van Dyck" ist Teilbestand (1 von 1) von Historisches Museum, Bielefeld


[Beschreibung 1 von 1]

"Damit das Werk Wölbing/van Dyck nach seiner Würdigung im Rahmen der genannten Veröffentlichungen nicht wieder in Vergessenheit geraten würde, suchte ich im Anschluß daran nach einer Möglichkeit, das Konvolut weiter bearbeiten und erforschen zu können. 1990 kaufte das Historische Museum Bielefeld das gesamte OEuvre auf.
Das Konvolut Wölbing/van Dyck
Das Konvolut Wölbing/van Dyck besteht aus folgenden Teilen:
1. 96.500 Negative Tagesarbeit
Hierbei handelt es sich um Portraitaufnahmen von Bielefelder Bürgern, die sogenannte Tagesarbeit. Dieser Teil des Konvolutes war in den Besitz der Nachfolger im Bielefelder Studio übergegangen. Aus dem Fundus wurden im Laufe der Jahre immer wieder Abzüge für Kunden gemacht. Das Museum mußte dem Fotografen den gelegentlichen Zugriff bei Nachbestellungen von Abzügen garantieren. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde das vorhandene Ordnungssystem beibehalten. Die Negative sind in Zeitabschnitten alphabetisch nach den Namen der Kunden abgelegt. Dieses ermöglicht sowohl den Zugriff nach Namen wie auch den Zugriff nach Jahren. Die Negative wurden in Pergaminhüllen eingeordnet und in Ordnern aufbewahrt. Zusätzlich wurde ein Kartei angelegt, die auf bekannte Persönlichkeiten Ostwestfalens verweist. Hier entsteht eine Verbindung zu der Kartei der Vintage Prints, falls Abzüge von Negativen als Originale vorhanden sind. Die Kategorisierung nach Gruppen, die für das schnelle Auffinden von Abbildungen für Ausstellungsprojekte wie z.B. „Das Familienporträt im Wandel der Zeit“ wünschenswert wäre, wurde aufgrund fehlender finanzieller Ressourcen noch nicht vorgenommen.
2. 687 Vintage Prints
Die Vintage Prints stammen aus dem Privatbesitz der Fotografinnen und sind in der Regel in einem guten Zustand. Es sind originale Abzüge von Aufnahmen, die neben der Tagesarbeit entstanden sind, wie Experimente oder Reisebilder, aber auch Abzüge aus der Tagesarbeit, die zur Präsentation in den Geschäftsräumen oder für Ausstellungen gemacht wurden. [...] Alle Fotografien wurden zwischen säurefreien Karton gelegt, der jeweils mit Daten wie Urheber, Archivierungsnummer, Titel, Ort, Datum, Besitz versehen wurde. Aus finanziellen Gründen wurden zur vorübergehenden Aufbewahrung Schachteln aus normalem Karton angefertigt. Zur endgültigen Lagerung sollen Metallschränke angeschafft werden. Für jedes Objekt wurde eine Karteikarte angelegt, die einen Kontaktabzug und begleitende Informationen enthält. Die Kartei ermöglicht u. a. die Arbeit an diesem Teil des Konvolutes ohne die ständige Beanspruchung der Originale.
3. 4.600 Negative Privatbesitz
Dieser Teil des Negativfundus enthält fast ausschließlich Aufnahmen, die neben der Tagesarbeit entstanden sind. Die Negative wurden analog der inhaltlichen Klassifizierung der Vintage Prints eingeordnet und werden wie die übrigen Negative aufbewahrt.
4. 46 Internegative Werbeaufnahmen, 33 Abbildungen in Drucksachen
Dieser Teil des Wirkens der Fotografinnen umfaßt hauptsächlich den Food-Bereich für die ortsansässige Firma Oetker. 22 Negative waren im Privatbesitz, 24 Negative konnten bei der Recherche im Firmenarchiv Oetker eindeutig den Urheberinnen zugeordnet werden, genauso die 33 Abbildungen in Drucksachen. Die Negative aus dem Privatbesitz wurden in das Ordnungssystem eingegliedert. Der Oetker-Fundus wurde inhaltlich erfaßt und kann bei Bedarf für Veröffentlichungen bei der Firma ausgeliehen werden.
5. 25 Prints
Diese Abzüge wurden 1993 von einer Fotografin, die im Studio Wölbing/van Dyck ihre Ausbildung gemacht hat, angefertigt. Die Negative wurden von Giesela Wölbing und Gertrud van Dyck persönlich ausgewählt, um die vorhandene Auswahl von Vintage Prints bei einer Veröffentlichung zu vervollständigen. Es sind 25 Portraits von Persönlichkeiten Ostwestfalens aus Kunst, Kultur, Industrie usw. Sie stammen ausschließlich aus der Tagesarbeit. Bei der Archivierung und Sicherung wurden sie wie die übrigen Originale behandelt.
6. 20 Ordner mit Abzügen im Format DIN A4
Diese Ordnersammlung wird nach dem Tod von Frau Wölbing in den Besitz des Museums übergehen. Sie enthält DIN-A4-formatige Abzüge, hauptsächlich aus den Bereichen „Berichtende Fotografie“ und „Portraitfotografie“. Die entsprechenden Negative kommen aus dem Fundus im Privatbesitz der Fotografinnen."

[Quelle: Sybille Seiger, "Giesela Wölbing und Gertrud van Dyck. Fotografinnen in Bielefeld 1954 bis 1975"]

[URL: http://www.rundbrief-fotografie.de/sh214.pdf Geht zu: http://www.rundbrief-fotografie.de/sh214.pdf - Zuletzt besucht: 2007-04-08]