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"Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte,
brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen."
Lewis W. Hine(1874-1940)

Wernigerode (Harz) um 1905 
(Sammlung Rohde-Enslin [#000975])

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Fotothek des Instituts für europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg

[Kennziffern]

Gesamtzahl10.000
"Material"
    Papierabzüge?
    Filmnegative?
    Glasnegative?
    Filmdias?
    Glasdias?
"Zeiten"
    <1901?
    1901-1944?
    >1944?
"Digitalisiert"
    Anzahl?
    Zugänglich?

"Fotothek" ist Gesamtbestand (1 von 1) von IEK, Heidelberg


[Beschreibung 1 von 1]

"Heidelberg, Gestern und Heute. Die Altstadt im Wandel der letzten dreißig Jahre, dokumentiert in der Fotothek des Instituts für europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg
Das Institut für Europäische Kunstgeschichte besitzt ein Fotoarchiv mit einem Bestand von weit über 10.000 Originalfotografien der Heidelberger Altstadt, der seit 1970 kontinuierlich aufgebaut wurde.
Der Großteil der Fotografien - zugleich der Kernbestand dieses Archivs - basiert auf einer umfangreichen Erhebung von Einzelstudien und Bauaufnahmen, die von Prof. Dr. Peter Anselm Riedl zusammen mit Studenten des Kunsthistorischen Instituts in den frühen 1970er Jahren in Hinblick auf das Denkmalschutzjahr 1975 angefertigt wurden. Erstmals in der Denkmalpflege stand hierbei nicht das Einzelgebäude als Solitär, sondern das Ensemble im Sinne einer gewachsenen Gesamtheit von Häusern, Straßenzügen und Plätzen im Mittelpunkt der Untersuchung. Es erfolgte eine beschreibende und photographische Dokumentation der Altstadtbebauung sowie eine Klassifizierung der einzelnen Gebäude entsprechend ihres Zustandes und ihrer (kunst-)historischen Bedeutung für das Stadtbild.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen dienten in Form eines Verzeichnisses denkmalschutzwürdiger Häuser und Quartiere noch bis ins Jahr 2004 als wichtige Arbeitsgrundlage der Denkmalpflege und Stadtplanung in Heidelberg. Die Heidelberger Altstadt wurde als `Denkmalschutzensembles´ von nationalem Rang bewertet, dessen Denkmalwert als Ganzes über den historischen und künstlerischen Wert der einzelnen Denkmäler anzusetzen ist. Mit dem Antrag um Aufnahme des Ensembles von Altstadt, Schloss und umgebender Landschaft in die UNESCO Weltkulturerbeliste ist das Ziel verbunden, Heidelberg in seiner (historischen) Bedeutung zu würdigen und mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung für zukünftige Generationen zu erhalten.
Anlass für die Erfassung der historischen Bebauung der Altstadt seit 1970 gaben die von Seiten der Stadt betriebenen Pläne zur `Regenerierung der Heidelberger Altstadt´. Das enorme Tempo gerade zu Beginn der `Altstadtsanierung´, mit dem Ziel, Heidelberg entsprechend den sich wandelnden Anforderungen einer alten doch modernen Universitätsstadt im Bereich der Altstadt umfassend zu erneuern und mit großzügigeren Verkehrswegen zu erschließen, führte fast zwangsläufig bei einzelnen Objekten zu irreparablen Verlusten von historischer Substanz.
In mehreren Projekten wurde zu Beginn der 1970er Jahre somit der Grundstein für den heutigen Fotobestand gelegt, der auch in den nachfolgenden Jahren und bis heute - maßgeblich gefördert durch Frau Ingeborg Klinger - kontinuierlich ergänzt und erweitert wurde.
Neben der Erfassung geschlossener Bauensembles, Straßen- und Platzsituationen umfasst der Fotobestand Dokumentationen einzelner Gebäude und ihrer baulichen Veränderungen der letzten dreißig Jahre in umfangreichen Einzelstudien. Einschneidende Eingriffe in die Bausubstanz der Altstadt wie der Abriss des ehemaligen Hotels „Prinz Carl“ am Kornmarkt oder des ehemaligen Hotels „Darmstädter Hof“ am Bismarckplatz sind ebenso dokumentiert wie die Neubebauung dieser Areale und eine Vielzahl kleiner Veränderungen an Straßenzügen und Plätzen, die gleichsam zum Wandel des Stadtbildes beitrugen. Anhand dieses Archivs lässt sich diese bauliche Entwicklung der Stadt nachvollziehen.
Mit dem Zusammenschluss des Instituts für Europäische Kunstgeschichte (ehemals Kunsthistorisches Institut), des Historischen Seminars, des Instituts für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde, des Instituts für Religionswissenschaft, des Musikwissenschaftlichen Seminars sowie des Seminars für Osteuropäische Geschichte zum Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaft (ZEGK) haben sich die beteiligten Einrichtungen der Aufgabe gestellt, die bereits bestehende erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Instituten in gemeinsamen Projekten weiter zu intensivieren.
Das Institut für Europäische Kunstgeschichte hat diesen Zusammenschluss zum Anlass genommen, den einzigartigen Bestand historischer Fotoaufnahmen als Dokumente Heidelberger Stadtgeschichte für die Zukunft zu sichern und für weitere Forschungen interdisziplinärer Art besser zugänglich zu machen.
In einem ersten, zeitlich begrenzten Teilprojekt, wurde der Bestand der „Fotothek“ gesichtet und exemplarisch digitalisiert. Ziel war hierbei auch, eine geeignete Form der digitalen Aufarbeitung der Altstadtfotos sowie der anderen, umfassenden Bestände an historischen Fotografien und Bildmaterialien des Instituts auszuarbeiten.
Das Beispiel des Darmstädter Hofs, das für die vorliegende Seite ausgewählt wurde, soll einen Einblick in das Fotoarchiv zur Heidelberger Altstadt und seinem dokumentarischen Wert gewähren und als Anregung für weitere Forschungen verstanden werden."

[URL: http://www.khi.uni-heidelberg.de/institut/fotothek/projekt.htm Geht zu: http://www.khi.uni-heidelberg.de/institut/fotothek/projekt.htm - Zuletzt besucht: 2006-12-17]