Logo und Schalter zur Startseite

"Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte,
brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen."
Lewis W. Hine(1874-1940)

Wernigerode (Harz) um 1905 
(Sammlung Rohde-Enslin [#000975])

home home

bestände bestände

akteure akteure

copyright kontakt



Fotos zur Deportation der Juden im Staatsarchiv Würzburg

[Kennziffern]

Gesamtzahl119
"Material"
    Papierabzüge?
    Filmnegative?
    Glasnegative?
    Filmdias?
    Glasdias?
"Zeiten"
    <1901?
    1901-1944119
    >1944?
"Digitalisiert"
    Anzahl?
    Zugänglich?

[Beziehungen]

  Staatsarchiv Würzburg 

  Würzburg

"Fotos zur Deportation der Juden" ist Teilbestand (1 von 1) von Staatsarchiv, Würzburg


[Beschreibung 1 von 2]

"Eine Besonderheit des Staatsarchivs Würzburg stellen die unter der Bestandsbezeichnung Gestapo Würzburg verwahrten rund 25.000 Personenakten (63,5 lfm) der Staatspolizeistelle Würzburg, seit 1941 Außendienststelle Würzburg der Stapo-Stelle (seit 1943 Geheimen Staatspolizei-Leitstelle) Nürnberg-Fürth der NS-Zeit dar, von denen fast 6000 erst nach 1990 vom ehemaligen Berlin Document Center übernommen wurden. Neben den Personenakten liegen Akten und Fotos zur Deportation der Juden aus Mainfranken vor."

[URL: http://www.gda.bayern.de/archive/wuerzburg/106.php#5 Geht zu: http://www.gda.bayern.de/archive/wuerzburg/106.php#5 - Zuletzt besucht: 2008-04-05]



[Beschreibung 2 von 2]

"Das Staatsarchiv Würzburg verwahrt mit den Akten der Gestapo Würzburg den zweitgrößten Bestand an Schriftgut einer regionalen Gestapostelle in Deutschland; bis auf die Akten zur Deportation der mainfränkischen Juden handelt es sich nur um Personenakten. Zu den Deportationsakten gehörte auch ein Album mit 119 Fotos, die die Gestapo-Leitung durch einen Mitarbeiter des Erkennungsdienstes von den ersten drei Deportationen aus Mainfranken (November 1941 – April 1942) hatte anfertigen lassen. Das Album enthält den größten bekannten Bestand an Fotos zu Deportationen aus dem Reich.
Das Original galt seit den späten vierziger Jahren als verschollen, es existierten nur schlechte Kopien, die vielfach zur Illustration von Veröffentlichungen herangezogen wurden. Im Rahmen eines Projektes des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin fand eine Mitarbeiterin des Instituts vor zwei Jahren das Original des Fotoalbums in einer Akte der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Das Fotoalbum wurde inzwischen an das Staatsarchiv Würzburg abgegeben und in die dortigen Gestapoakten eingereiht.
Zusammen mit dem Institut für Zeitgeschichte und mit großzügiger finanzieller Unterstützung des Bezirks Unterfranken erarbeitete das Staatsarchiv Würzburg eine Ausstellung mit dem Titel „Wege in die Vernichtung. Die Deportation der Juden aus Mainfranken 1941–1943“, in deren Mittelpunkt die Fotos des genannten Albums stehen. Sie dokumentieren die einzelnen Stationen der Deportationsvorbereitungen von der Ankunft der Juden an den Sammelstellen in Würzburg und Kitzingen, wo Leibesvisitationen und Gepäckdurchsuchungen stattfanden, über den Fußmarsch zum Bahnhof bis zur Abfahrt nach Osten in den Massenmord. Auf vielen Fotos kann man die Gesichter gut erkennen, in ihnen spiegeln sich Verzweiflung und Angst, aber auch Hoffnung und Zuversicht. Neben den Opfern sind auch die Täter, Mitarbeiter der Gestapo, der Schutzpolizei und der Gendarmerie sowie SS-Leute, abgebildet. ...
Von 1941 bis 1943 wurden insgesamt 2.063 Juden aus dem Regierungsbezirk Mainfranken deportiert, lediglich 41 von ihnen sollen überlebt haben. ... (Scho)"

[Quelle: Herbert Schott in: Nachrichten aus den Staatlichen Archiven Bayern, Nr. 47/2003, S.27-28]

[URL: http://www.gda.bayern.de/publik/nachr/pdf/an47.pdf Geht zu: http://www.gda.bayern.de/publik/nachr/pdf/an47.pdf - Zuletzt besucht: 2008-04-05]